In liebevoller Erinnerung

Über Alexander

Ein Leben voller Begeisterung
Alexander am Meer

Wer Alexander kannte, wusste: Er konnte sich begeistern. Für einen Ort, einen Menschen, ein Tier, eine verrückte Idee – manchmal reichte schon eine Kleinigkeit, um seine Augen zum Leuchten zu bringen. Und wenn ihn etwas faszinierte, wollte er es entdecken, ausprobieren, verstehen und am liebsten mit seiner Kamera festhalten.

Die Fotografie begleitete ihn fast sein ganzes Leben. Von 1997 bis 2003 arbeitete Alex auf den Malediven als Tauchlehrer auf Kuredu, Komandoo und Kanuhura. Seine Leidenschaft für die Fotografie wurde dort noch intensiver, als er seine Nikon F90 schließlich auch mit unter Wasser nahm – in eine Welt, die ihn nie wieder loslassen sollte.

Dabei waren es nicht nur die großen Begegnungen mit Haien oder Mantarochen, die ihn faszinierten. Alex konnte sich mindestens genauso sehr über einen winzigen Blenny, einen Anemonenfisch oder den „Zipfelbarsch“ freuen.

Diese Begeisterung für Tiere und die Natur zog sich durch sein ganzes Leben. Eigentlich gab es kaum ein Tier, das er nicht mochte – und kaum eines, das nicht irgendwann vor seiner Kamera landete.

Immer neugierig auf die Welt

Neben der Fotografie liebte Alex das Reisen. Fremde Länder, andere Kulturen, neue Landschaften und Menschen faszinierten ihn. Durch die Arbeit seiner Frau als Flugbegleiterin hatte er immer wieder die Möglichkeit, sie auf ihren Reisen zu begleiten. So führten ihn seine Wege unter anderem nach Indien, Thailand, Südafrika, Kenia, Panama, Hongkong, Mauritius und New York.

Spanien, die Malediven, Hamburg und die Nordheide wurden schließlich zu den wichtigsten Stationen seines Lebens. Über zwanzig Jahre lebte er in Spanien, unter anderem an der Costa Brava und in Andalusien. Fünf Jahre verbrachte er auf den Malediven. Später wurden Hamburg und die Nordheide für viele Jahre sein Lebensmittelpunkt.

Jeder dieser Orte hinterließ Spuren – in seinem Leben und in seinen Bildern.

Aus Leidenschaft wurde Beruf

Zurück in Deutschland arbeitete Alex zunächst als Immobilienmakler. Aber es dauerte nicht lange, bis auch hier die Kamera eine immer größere Rolle spielte – bis er nicht nur die Immobilienfotografie, sondern die gesamte Fotografie schließlich zu seinem Beruf machte.

Aber Alex auf ein bestimmtes fotografisches Genre festzulegen, wäre kaum möglich gewesen. Dafür interessierte ihn viel zu viel.

Er fotografierte Landschaften und Tiere, Menschen und Städte, Häuser und Details, das Meer und die Welt darunter. Er probierte Neues aus, experimentierte und hatte ständig neue Ideen – manche großartig, manche ein bisschen verrückt und oft beides gleichzeitig.

Seine Fotografien wurden in Ausstellungen gezeigt und in Zeitschriften und Magazinen veröffentlicht. Doch wichtiger als Auszeichnungen oder Veröffentlichungen war für ihn die Freude am Fotografieren selbst. Die Kamera gab ihm die Möglichkeit, das festzuhalten, was ihn gerade begeisterte.

Und davon gab es sehr viel.

Alexander war voller Überzeugungen, voller kleiner Eigenheiten, manchmal etwas widersprüchlich und doch immer mit einer guten Portion Humor.

Sein Blick bleibt

Alex starb im Januar 2024 nach kurzer schwerer Krankheit.

Was geblieben ist, sind nicht nur unzählige Fotografien. In ihnen steckt seine Neugier, seine Begeisterung, seine Liebe zur Natur, zu Tieren und zum Reisen – und seine ganz eigene Art, die Welt zu betrachten.

Diese Webseite soll sein Lebenswerk bewahren.

Nicht als Rückblick auf ein vergangenes Leben, sondern als Einladung, weiter durch seine Bilder zu reisen, Neues zu entdecken und vielleicht für einen Moment das zu sehen, was Alex gesehen hat:

eine Welt, für die es sich jeden Tag aufs Neue zu begeistern lohnt.

Alexander auf dem Tafelberg über Kapstadt – einfach glücklich sein
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